Mobilität braucht ein Zuhause ‒ der „Interaction Room for Mobile“

10. Juli 2014Prof. Dr. Volker Gruhn

Irgendwie scheint es immer auf eine App hinauszulaufen: Wenn Entscheider in Unternehmen anfangen, sich mit dem Thema Mobilität zu beschäftigen, steht schnell die Aussage “Dafür müssen wir eine App entwickeln” im Raum. Dabei greift die Fokussierung allein auf Anwendungen und Technologien zu kurz: Wer sich von vornherein nur damit beschäftigt, wird kaum das ganze Potenzial realisieren können, das in durchgängigen und durchdachten mobilen Prozessen steckt. Aber wie können Sie sich dem Thema Mobilität nähern? Wie gelingt es Ihnen, Schritt für Schritt eine tragfähige mobile Strategie und darauf aufbauend Lösungen zu entwickeln? Der „Interaction Room for Mobile” ist das passende Werkzeug für diese Aufgaben. In diesem Projektraum kommen Fachbereiche und IT-Abteilung zusammen und treiben ‒ nach einfachen und klaren Spielregeln ‒ die mobile Entwicklung Ihres Unternehmens voran.

Ich will alles. Überall. Sofort.

Funktionierende mobile Prozesse entstehen nicht im luftleeren Raum. Auf dem Weg zu einer Strategie und den daraus resultierenden passenden Lösungen müssen die Verantwortlichen zunächst klären, welche Bedürfnisse die zukünftigen Nutzer haben. Keine einfache Aufgabe, angesichts eines Kommunikations- und Informationsverhaltens, das sich grundlegend geändert hat. Denn was vor wenigen Jahren noch undenkbar war ‒ Bestellen während einer Zugfahrt, Online-Recherche in einem Café, Zugriff auf aktuelle CRM-Daten vor Ort beim Kunden ‒ ist heute Standard. Und mit den Möglichkeiten wuchsen auch die Ansprüche. “Ich will alles sofort überall” wurde zum Mantra einer Anwendergeneration, die mobile Angebote inzwischen als Selbstverständlichkeit betrachtet. Dabei spielt die Funktionalität eine ebenso große Rolle wie die Attraktivität der Lösung.

Im Kern geht es darum, die zentralen Aspekte für Mobilität zu identifizieren und die richtigen Antworten zu finden. Und diese Antworten werden nur gefunden, wenn Fachbereich und IT-Experten ihr jeweiliges Wissen gemeinsam einbringen. Genau für diesen Zweck hat adesso den Interaction Room weiterentwickelt und an die Anforderungen mobiler Projekte angepasst.

Für die Entwicklung eines passenden mobilen Angebotes ist es von Bedeutung, welche mobile Zielgruppe adressiert wird, in welchem Kontext die Anwendung genutzt wird und wie die Medienbrüche mit Nicht-mobilen-Medien gestaltet werden sollen. Viele mobile Technologien sind noch nicht ausgereift; ihre Wahl wirkt auf die Lösung zurück. Denn anders als bei stationären Systemen spielt die Technologie eine größere Rolle: Sie kann nicht völlig weg-abstrahiert werden. Der „Interaction Room for Mobile“ geht deshalb auf die Zielgruppe (mittels Personas), die Nutzungskontexte (mittels Customer Journeys) und die User Experience (mittels Sketches) ein.

Der „Interaction Room for Mobile“ erlaubt es, mobile Anwendungen zu entwerfen und dabei die Eckpunkte einer mobilen Strategie zu berücksichtigen – oder diese erst festzulegen. Gleichzeitig sorgt er dafür, dass sich das Team nicht an technischen Feinheiten festbeißt. Das schrittweise Entwickeln von Customer Journeys für Personas garantiert, dass der Anwender jederzeit im Fokus bleibt und die Lösung die Nutzungssituation antizipiert.

Ein Raum der Konzentration

adesso_mobiler Interaction Room_An zwei Tagen fokussiert ein interdisziplinäres Team ‒ ideale Größe zwischen acht und zwölf Personen ‒ im „Interaction Room for Mobile“ auf die genannten Aspekte. Dabei arbeiten die Experten heraus, welchem Stakeholder es worauf besonders ankommt, wo besondere Herausforderungen auftreten können und gegebenenfalls, ob und an welchen Stellen noch Klärungsbedarf besteht. Mit der Methode zur Befüllung des „Interaction Rooms for Mobile“ wird eine mobile Lösung konzipiert, ihre Anwendungsfälle werden gesammelt und bewertet und es werden Risiken aufgezeigt. So entsteht eine mobile Lösung, die zu den Anforderungen passt. Selbst wenn die Anforderungen zu Beginn noch gar nicht so klar waren.

Wenn Sie sich weiter über den Interaction Room und seine Einsatzmöglichkeiten informieren wollen, laden Sie sich hier kostenlos unser Whitepaper “Entwicklung einen Raum geben – Softwareprojekte im Interaction Room” herunter.

Prof. Dr. Volker Gruhn Prof. Dr. Volker Gruhn gründete 1997 adesso mit und ist heute Vorsitzender des Aufsichtsrats.
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