Know-how bündeln, Themen erkennen –

der Interaction Room hilft auf dem Weg zur Digitalen Transformation

21. Januar 2016Prof. Dr. Volker Gruhn

Vom Automatisieren einiger Prozesse bis hin zur Umgestaltung ganzer Branchen: Die Digitale Transformation im Unternehmensalltag zu fassen zu bekommen, ist eine echte Kunst. Das Thema scheint so groß, die Auswirkungen so vielfältig und die Situation so unstet zu sein. Die Richtung für die ersten Schritte in Richtung digitaler Wandel ist für das Management nicht immer klar zu erkennen. Wo liegen unsere Digitalisierungschancen? Müssen Produkte oder Services neu designt werden? Wenn ja, wie? An welchen Stellen müssen wir Prozesse verändern? Welche Voraussetzungen bringt unser Unternehmen für die Digitale Transformation mit? Wer anfängt, die Antworten auf diese zentralen Fragen für sein Unternehmen zu suchen, läuft Gefahr, den Überblick zu verlieren. Um Entscheider und Projektteams bei ihren Aufgaben zu unterstützen, haben wir das bewährte Konzept des Interaction Room in die Welt der Digitalen Transformation übertragen. Der Interaction Room for Digitalization Strategy Development (IR:digital) hilft bei der Ermittlung von Digitalisierungspotenzialen – ganz systematisch, ganz konkret, ganz schnell. Und ganz individuell.

Denn: Jedes Unternehmen muss das Thema Digitale Transformation auf Basis seiner Ausgangssituation, seiner Geschichte, seiner Kultur, seiner Kunden, seiner Abläufe, seiner Märkte anders angehen. Pauschale Rezepte wie „In sieben Schritten zum digitalen Unternehmen“ sind vor allen Dingen eins: pauschal. Und haben deswegen nur begrenzten Aussagewert für die konkrete Situation. Mit dem IR:digital verfolgen wir einen anderen Ansatz: Das Projektwerkzeug kann ohne großen Aufwand an die individuellen Anforderungen angepasst werden und sorgt dafür, dass Projektteams systematisch die „Digitalisierungs-Hotspots“ in ihren Schnittstellen zu Kunden beziehungsweise Partnern und in ihren Abläufen entdecken. Am Ende stehen greifbare Ergebnisse, die den Weg in Richtung Digitale Transformation weisen: Die Themen, auf die sich das Unternehmen im nächsten Schritt konzentrieren sollte.

Dafür setzt der IR:digital auf die Elemente, die auch schon im klassischen Interaction Room funktionieren: einfache Spielregeln, visuelle Darstellung, Anleitung durch erfahrene IR-Coaches und abteilungsübergreifende Teams. Für den IR:digital bedeutet das zusätzlich: ein Aufbau und eine personelle Ausstattung, die den Anforderungen der Digitalen Transformation gerecht werden.

Ins Team gehört beispielsweise ein Digital Business Experte (DBE). Als Auge und Ohr des Unternehmens in der digitalen Welt kennt er die Themen, die die Fachleute aktuell diskutieren. Er versteht es, die Auswirkungen der Digitalen Transformation auf existierende Geschäftsmodelle zu bewerten. Und er kann Herausforderungen und Lösungen aus anderen Branchen auf die Situation des eigenen Unternehmens übertragen. Auch der Digital Technology Expert (DTE) ist ein Teil des IR:digital-Teams. Sein Spezialgebiet sind die Potenziale, Reifegrade und wichtigsten Einsatzszenarien der gängigen Digitalisierungstechniken. Er kann Trends und Technologien vor dem Hintergrund der Unternehmensanforderungen beurteilen. Gesten- und Sprachsteuerung, Wearables und Augmented-Reality-Brillen sind hingegen die Domänen des Interaction Engineer (IE). Er sorgt dafür, dass die neuen Interaktionsmöglichkeiten, die die Digitale Transformation mit sich bringt, abgestimmt umgesetzt werden.

Zentrale Rolle im Interaction Room spielen die sogenannten Canvas (Landkarten). Auf großen Whiteboards skizzieren die Fach- und Technologieexperten gemeinsam die wesentlichen Nutzungskontexte, Prozessabläufe, Datenstrukturen, Systemlandschaften und Nutzerschnittstellen.

Der IR:digital verwendet drei speziell auf die Digitale Transformation zugeschnittene Landkarten: Mit der Partner Canvas arbeiten die Projektmitglieder, um die wichtigsten Partner mit ihren Schnittstellen zum Unternehmen zu identifizieren. Die Physical Object Map nutzen sie, um die relevanten realen Objekte und ihre Integration in die internen Geschäftsprozesse zu ermitteln. Auf der Touchpoint Canvas analysiert das Team, in welcher Reihenfolge und über welche Kanäle der jeweilige Partner mit dem betrachteten Unternehmen in Kontakt kommt.

Auf jeder Landkarte werden die erarbeiteten Abläufe durch die IR-Teammitglieder mit sogenannten Annotationen versehen. Diese Symbole helfen dabei, Herausforderungen und Risiken in Modellen – beispielsweise Business Value oder Sicherheit – schnell zu identifizieren. Wie das in der Praxis aussieht, verdeutlicht diese Abbildung:

IR Digital

Mit diesem einfachen Aufbau sorgt der IR:digital dafür, dass du das Digitalisierungs-Know-how, das in Unternehmen vorhanden ist, gebündelt nutzen kannst. Innerhalb weniger Wochen entwickelst du so eine sehr klare Vorstellung von deinem Weg in Richtung Digitale Transformation.

In den kommenden Wochen werden wir hier im adesso-Blog das Thema IR:digital immer wieder aufgreifen und vertiefen.

Prof. Dr. Volker Gruhn Prof. Dr. Volker Gruhn gründete 1997 adesso mit und ist heute Vorsitzender des Aufsichtsrats.
Artikel bewerten:
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Kommentar hinzufügen:

Ihr Kommentar: