Werkstudentenstelle – Zusatzbelastung oder Einstieg in die Berufswelt?

7. Oktober 2015Laura Nierle

Ich studiere Betriebswirtschaft im 4. Semester an der Fachhochschule in Dortmund. Um mein Studium zu finanzieren und gleichzeitig Praxiserfahrung zu sammeln, habe ich meine „Aushilfsstelle“ aufgegeben und mich als Werkstudentin im Bereich Vertrieb beworben. Ich wollte die Vertriebswelt kennenlernen, um meine Vertiefung im weiteren Studienverlauf besser wählen zu können. Bei der Wahl des Unternehmens waren Arbeitgeberbewertungsportale und Erfahrungen von Bekannten eine große Hilfe.

Job und Vollzeitstudium unter einen Hut bringen: flexiblen Arbeitszeitengestaltung

Zwei unserer IT-WerksstudentenAls Studentin arbeite ich etwa 17 Stunden in der Woche. Anfangs war ich unsicher, ob sich der Job und das Vollzeitstudium miteinander vereinbaren lassen. Doch bereits in den ersten Wochen stellte sich heraus, dass beides parallel gut funktionierte. Durch die Möglichkeit der flexiblen Arbeitszeitengestaltung ist es kein Problem, situationsabhängig zu entscheiden, wo mein Fokus gerade liegt. Meine direkten Ansprechpartner nehmen immer, soweit es ihnen möglich ist, Rücksicht auf meine Aktivitäten in der Fachhochschule. Es ist kein Problem, mal früher zu gehen oder etwas später zu kommen, wenn spontan noch wichtige Aufgaben, Meetings oder Vorlesungen in der FH anstehen.

Gerade die Klausurphase ist für uns Studenten eine stressige Zeit, in der kaum Luft für anderes bleibt. Durch Rücksprache mit meinem Vorgesetzten fanden wir aber eine Regelung, die es mir erlaubte, während beziehungsweise vor der Klausurzeit sehr eingeschränkt zu arbeiten, und dafür anschließend, in der vorlesungsfreien Zeit, die Stunden nachzuholen.

Chance: Theorie und Praxis vereinen

Mein theoretisches Wissen aus der Fachhochschule kann ich im Job an vielen Stellen anwenden. Umgekehrt sind aber auch durch den Praxisbezug viele Studieninhalte leichter zugänglich und die Freude am Studium ist gestiegen. Viele Zusammenhänge der einzelnen Fächer werden in der Praxis sichtbar und lassen sich dadurch theoretisch besser verknüpfen und vernetzen.

Besonders während meiner theoretischen Projektarbeit war die Werkstudentenstelle sehr hilfreich. Ziel war es, eine Geschäftsidee zu entwickeln und diese im betriebswirtschaftlichen Kontext auszuarbeiten. Durch Gespräche mit meinen Kollegen habe ich das Vorgehen während der Projektarbeit optimieren können sowie neue Impulse und Denkanstöße bekommen. So wurde mir der direkte Praxisbezug sehr schnell klar und ich konnte die Projektarbeit zügig umsetzen.

Fazit: Einstieg in die Berufswelt

Durch gezielte Schulungen und Fachgespräche mit Bereichsleitern werden meine Kompetenzen stetig erweitert. Dies ermöglichte mir nach kurzer Zeit die Übernahme vieler anspruchsvoller Aufgaben, die mir ein gutes Bild von dem Jobprofil vermitteln. Insbesondere der Umgang mit dem Customer-Relationship-Management-System und der persönliche Kontakt zum Kunden während einer Telefonakquise haben mir gezeigt, dass der Vertrieb eine mögliche Richtung ist, die ich nach dem Studium einschlagen will.

Insgesamt ist die Werkstudentenstelle nicht nur ein Einstieg in die Berufswelt. Das dort erlernte Wissen hilft mir auch während meines Studiums. Da ich die Verknüpfung von Theorie und Praxis ideal finde, möchte ich zum Ende meines Studiums eine praktische und unternehmensbezogene Bachelorarbeit schreiben und weiterhin als Werkstudent arbeiten.

Habt ihr auch Lust auf einen Studentenjob oder Fragen dazu? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar.

Laura Nierle Laura Nierle ist seit Januar 2015 als Werkstudentin im Bereich Vertrieb bei adesso. Sie studiert Betriebswirtschaft an der Fachhochschule in Dortmund.
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