Schöne Oberflächen sind kein Spielzeug mehr

12. März 2015Prof. Dr. Volker Gruhn

Usability und attraktive Gestaltung von Oberflächen gewinnen mehr an Bedeutung – und das nicht nur beim Endkunden.

Oberflächlichkeit ist keine Eigenschaft, die einen sympathischen Menschen auszeichnet. Wer zu viel Wert auf Äußerlichkeiten legt, bei dem ist häufig „wenig dahinter“.  Doch was im Zwischenmenschlichen gar nicht gut ankommt, spielt in der Software- und Webentwicklung eine – immer größere – Rolle. Die Zeiten grauer Oberflächen, Erfassungsmasken oder kryptischer Tastaturbefehle neigen sich ihrem Ende entgegen. In immer mehr Softwareprojekten sitzen Designer mit am Tisch. Gut gestaltete Softwarelösungen setzen sich auch im B2B-Bereich flächendeckend durch. Denn wer auf dem heimischen Tablet seine Kontoführung mit ein paar Wischgesten erledigen kann, der wird sich im Büro kaum mit 1990er-Jahre-Anwendungen herumschlagen wollen.

Aber natürlich kommt es auch weiterhin auf die inneren Werte an; auf das, was unter der Haube arbeitet. Gut gestaltete Oberflächen sind wichtig, aber sie werden eine halbgare Softwareentwicklung nicht übertünchen können. Nur wenn Form und Funktionen stimmen, rechnet sich das Investment in gut gestaltete Software. Dann wird aus Design ein Business Case. Denn Anwender, die weniger Schulungen besuchen müssen, die seltener beim Support anrufen und die sich schneller zurecht finden, sind produktiver. All das kann mit Software, die sich an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert, erreicht werden. Und all das gilt natürlich auch für Kunden, die auf einer Website ein Produkt suchen: Egal ob auf dem Smartphone oder dem Smart-TV: Besucher ihrer Website sollten das Gewünschte schnell finden. Sonst sind sie schnell wieder weg.

Aber nicht nur in Richtung Anwender oder Kunde spielt Gestaltung eine immer bedeutendere Rolle. Bereits bei der Entwicklung von Software können visuelle Elemente hilfreich sein. Auch hier kann ein Bild – beziehungsweise ein rudimentärer Prototyp einer Lösung, den Experten schnell skizzieren können – lange Diskussionsrunden und Spezifiaktionsarien abkürzen.

Denken Sie auch, dass Gestaltung schon während der Softwareentwicklung eine zentrale Rolle spielen sollte? Und fragen Sie sich, wie Sie das am besten realisieren können?

Unser Konzept des Visual Application Design und Methoden wie Resonsive Webdesign geben Antworten und sind Mittel unserer Wahl. Das können Sie auch in unserem aktuellen New School of IT Newsletter lesen.

Prof. Dr. Volker Gruhn Prof. Dr. Volker Gruhn gründete 1997 adesso mit und ist heute Vorsitzender des Aufsichtsrats.
Artikel bewerten:
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Kommentar hinzufügen:

Ihr Kommentar: