OOP 2013 – eine Retrospektive

4. Februar 2013Eberhard Wolff

Im Januar hat sich die Software-Community wieder zur OOP Konferenz in München getroffen. Es ging allerdings um viel mehr als nur Software: In seiner Keynote „Beyond Budgeting“ sprach Bjarte Bogsnes von Statoil – einem der größten Öl-Konzerne – darüber, wie der Konzern mittlerweile ohne jährliches Budget auskommt und so noch effektiver planen kann. Kein ganz zufälliges Thema, denn im Mittelpunkt der agilen Diskussion steht mittlerweile, wie Ideen aus der agilen Entwicklung auf das gesamte Geschäft ausgeweitet werden können.

Konkret gab es einen Workshop zum Thema Design Thinking, bei dem Vorgehensmodelle aus dem Bereich des Designs zur Entwicklung neuer Ideen genutzt werden. Damit eng verwandt ist „Lean Startup“ – ein Ansatz zur Entwicklung von Produkten, der ebenfalls Thema eines Workshops und eines Vortrags war. Wie der Name schon verrät, orientiert sich dieser Ansatz an Startups. Ähnlich, wie Agilität auf schnelles Feedback aus der Produktion setzt, werden Produktideen hier mit wissenschaftlichen Methoden möglichst schnell in der Praxis ausprobiert, um so einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess umzusetzen.

Startups sind aber auch in technischer Hinsicht ein interessantes Vorbild: In meinem Vortrag zum Thema „Was das Enterprise von Startups lernen kann“ bin ich auf die Unterschiede zwischen Startups und Enterprises beim Umgang mit neuen Ansätzen wie NoSQL, DevOps, Cloud und Continuous Delivery eingegangen. Zum Thema NoSQL haben meine Kollegen Andreas Hartmann und Halil-Cem Gürsory dann auch einen Workshop durchgeführt. Im Mittelpunkt stand eine praktische Einführung in verschiedene Technologien wie MongoDB oder neo4j. Kai Spichale hielt einen Vortrag zum Thema „Suche mit NoSQL“. Gerade der Zugriff und die Suche ist in NoSQL-Datenbanken anders gelöst – und in vielen Fällen ist die Kombination mit einer Volltext-Suchmaschine wie Elasticsearch sinnvoll.

Zu dem Thema Cloud haben Halil-Cem Gürsoy und ich ebenfalls einen Workshop durchgeführt. Neben konkreten Technologien standen dabei Case Studies zu möglichen Einsatzkontexten für Cloud im Mittelpunkt – denn oft bieten Cloud-Technologien auch Vorteile in Bereichen, in denen man es zunächst nicht erwartet hätte.

Einen ganz anderen Bereich – nämlich das Requirements Engineering – deckte mein Kollege Kim Lauenroth mit seinem sehr gelungenen Vortrag „Wenn die Lösung zum Problem wird: Eine kleine Geschichte über Innovationsbremsen im Requirements Engineering“ ab.

Und natürlich gab es über die ganze Konferenz hinweg am adesso-Stand viele Diskussionen – und ein Gewinnspiel, bei dem es ein aktuelles iPad zu gewinnen gab (der Gewinner wurde mittlerweile ausgelost und auf unserer Facebook-Seite bekannt gegeben).

Für mich war der Abschluss dann das Pecha Kucha, bei dem einige Sprecher einen Vortrag mit je 20 Folien in jeweils 20 Sekunden gehalten haben. So bekamen die Zuschauer einen Einblick in eine Vielzahl von Themen – und dazu noch auf sehr unterhaltsame Art und Weise – einige Vorträge waren eher Theater-Stücke als klassische Vorträge.

Ich habe auch dieses Jahr wieder viele interessante Eindrücke und Ideen von der OOP mitgenommen und freue mich schon auf die nächste Ausgabe!

Eberhard Wolff Eberhard Wolff ist Architecture & Technology Manager bei adesso.
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