Heiter bis wolkig

Cloud Computing bei adesso mobile

29. November 2012Alexander Papaspyrou

Rasant ist wohl das Wort, was das Wachstum der Ansprüche an moderne IT-Umgebungen am besten charakterisiert: Die aktuellen Themen Continuous Delivery, Big Data und Elastic Infrastructure stellen die Operations-Abteilungen von Unternehmen vor immer größere Herausforderungen. Und obwohl durch Virtualisierung vieles einfacher und manches erst möglich geworden ist, zeigt sich in der Praxis des produktiven Betriebs sehr schnell, dass dieser Schritt allein nicht ausreicht. Denn um der immer stärkeren Verzahnung von Entwicklung und Betrieb (Stichwort: **DevOps**) Rechnung zu tragen, ist Flexibilität  auf allen Ebenen gefragt — vom agilen Rollout neuer Anwendungen über die Elastizität des „Blechs“ bis hin zur geografischen Verteilung der Daten für das internationale Geschäft.

Schnell, oft und vielfältig
Gerade bei Web-Anwendungen wollen Unternehmen heute schnell reagieren. Denn durch Big Data lassen sich Kundenbedürfnisse besser verstehen, und personalisierte mobile Kampagnen oder ortsbezogene Angebote (Stichwort: **mobile eCoupons**) heben das eigene Unternehmen von der Konkurrenz ab.

Schnell auf Trends reagieren zu können, ist also Voraussetzung — hat aber auch Konsequenzen:

1. Die Anwendung wird agiler, und schnelle und häufige Rollouts werden zur Notwendigkeit.
2. Die Anwendung wird vielfältiger: Benachrichtigungs- und Geodienste ergänzen die eigentliche Applikation, und NoSQL-Datenbanken liefern die Grundlage für Business Intelligence.

Es wird also notwendig, komplexe Anwendungslandschaften „auf Knopfdruck“ in den Live-Betrieb auszurollen, mit dem laufenden Geschäft als treibende Kraft. Das erfordert viel Know-how sowohl in der Anwendungsintegration als auch im IT-Betrieb.

Immerzu, immer gleich
Eine Bereitstellung auf Zuruf stellt natürlich zusätzliche, teils sogar neue Anforderungen an den Auslieferungsprozess: Laufzeitumgebungen (z. B. ein Java Servlet-Stack) werden benötigt, Datenbanken müssen angebunden und Zusatzdienste ausgerollt werden — eigentlich klassische Operations-Aufgaben. Unter der Prämisse “schnell und häufig“ geht das natürlich nicht mehr händisch, wenn ein hohes Qualitätsniveau aufrechterhalten werden will — zu groß sind die Fehlerquellen, zu diversifiziert die Dienste. Stattdessen sollte automatisiert werden, was sich automatisieren lässt.

Denkt man diesen Ansatz konsequent zu Ende, kommt man zu einem wichtigen Baustein der “New School of IT“: **Infrastructure as Code**. Dabei wird die Bereitstellung von Anwendungen in der Infrastruktur als eigener Prozess entworfen, kodifiziert und getestet. Das bietet den Vorteil, dass sich ganze Laufzeitumgebungen bis hinunter zum Betriebssystem automatisch installieren und konfigurieren, Anwendungen in den Umgebungen deployen und mit ergänzenden Diensten und Inhalten integrieren lassen. DevOps-Werkzeuge wie Puppet oder Chef erleichtern diese Automatisierung und ermöglichen den zuverlässigen, reproduzierbaren und schnellen Rollout komplexer Anwendungslandschaften — auf Knopfdruck.

Mal mehr, mal weniger — aber gut verteilt
Natürlich sind Continuous Delivery und Infrastructure as Code eng gekoppelt an virtualisierte Umgebungen, denn letztere vereinfachen den Umgang mit ersteren erheblich. Doch in erster Linie ist es das laufende Geschäft, das Elastizität auf der Infrastrukturebene erfordert: Messeportale etwa erzeugen 50% des gesamten Datenverkehrs in der ersten Woche, und die Hälfte hiervon entsteht am ersten Tag. Andere Anwendungen, beispielsweise Supportportale für den Kundendienst, benötigen besonders bei international aufgestellten Unternehmen globale und schnelle Verfügbarkeit.

Das verlangt nach Elastizität und Verteilung gleichermaßen: Auf der einen Seite muss die IT-Infrastruktur mit dem Nutzungsvolumen vertikal (also in der Leistung) skalieren, auf der anderen Seite sollte sie mit dem Unternehmen horizontal (also in der geografischen Verteilung) wachsen. Denn nur so kann die Anwendung ein internationales Geschäft bedarfsgerecht unterstützen. Gerade in diesem Kontext ist nicht mehr die Frage, ob Cloud Computing die eigenen Systeme ersetzt, sondern vielmehr, wie diese durch Cloud Computing sinnvoll ergänzt werden können.

Aus einem Guss
Letztlich geht es also um Integration: Anwendungslandschaften müssen verstanden, IT-Infrastrukturen kodifiziert und global verteilte Ressourcen bedarfsgerecht bereitgestellt werden.

Bei adesso mobile haben wir eine produktive Cloud-Infrastruktur entwickelt, die dieses Know-how bündelt und bereitstellt. Denn wir sind der Meinung, dass bedarfsgerechtes Cloud Computing nicht nur IT-Unternehmen vorbehalten sein sollte — wie sehen Sie das?

Mit dem Begriff der “New School of IT“ hat sich die adesso Group in diesem Bereich positioniert — adesso mobile hilft Ihnen dabei, diese neuen Möglichkeiten für Ihr Unternehmen nutzbar zu machen. Ich würde mich freuen, Ihre Meinung hierzu zu hören.

Alexander Papaspyrou Alexander Papaspyrou ist System Architect im Bereich IT Operations bei der adesso mobile solutions GmbH. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Konzeption und Umsetzung und Integration von Cloud-Infrastruktur für Unternehmensanwendungen.
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