Forschung als Teil der Innovationskultur

18. Juli 2012Dr. Angela Carell

Innovationsförderung ist heutzutage kein Luxus, sondern ein absolutes Muss für Unternehmen, die im globalisierten Markt langfristig bestehen wollen. Doch wie entstehen Innovationen? Wie kommt es, das manche Unternehmen oder Teams innovativer und kreativer sind als andere, gar mit revolutionären neuen Ideen auf den Markt kommen? Die amerikanische Forscherin Teresa Amabile (Harvard University) beschäftigt sich seit langem mit dieser Frage und kommt zu dem Schluss: Innovative Unternehmen haben es geschafft eine Kultur zu etablieren, die sich aufgeschlossen zeigt für Neues, in der Ideen nicht kleingeredet sondern erprobt werden, in denen die Mitarbeitenden selbstbestimmt arbeiten können und motiviert werden Neues zu wagen, in der Teamgeist und Zusammenhalt gefördert und Diversität gelebt wird. Es ist also die Unternehmenskultur, die Kreativität unterstützt und so Innovationen begünstigt.

adesso fördert eine solche Kultur, einen solchen Innovationspirit im Unternehmen. Dies zeigt sich unter anderem an der kontinuierlichen Beteiligung an öffentlich geförderten Forschungsprojekten. So hat sich adesso in den letzten Jahren an mehr als 18 Förderprojekten beteiligt und an der Entwicklung innovativer Ideen gearbeitet. Dies nicht alleine, sondern stets in Konsortien mit anderen Unternehmen und Universitäten. Gerade aus dieser heterogenen Partnerstruktur – Wissenschaft und Praxis, sowie mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen – sind enorme Innovationspotenziale entstanden. Am bisher erfolgreichsten war das Projekt „Muchas“, in dem der Grundstein für „in|Motion“ gelegt wurde. Diese Lösung wird heute von der adesso Tochtergesellschaft adesso mobile solutions erfolgreich in Mobilisierungsprojekten in einer Vielzahl von Branchen eingesetzt.

Aktuell beteiligt sich adesso an mehreren Förderprojekten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Landes NRW:

Im Projekt Debbi [1] „Diskontinuierliche Erwerbsbiographien als betriebliche Innovationschance“ untersucht adesso gemeinsam mit sozialwissenschaftlichen Partnern, inwieweit die Erfahrungen (älterer) Beschäftigter mit diskontinuierlichen Erwerbsbiographien gezielter für die Entwicklung von Innovationen genutzt werden können. Besondere Innovationschancen ergeben sich hier vor allem dadurch, das Wissen aus z.T. sehr unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und neu miteinander kombiniert werden kann. In einem eigenen Teilprojekt erstellt adesso ein Tool, mit dem Kompetenzen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besser identifiziert, visualisiert und in Zusammenhang gebracht werden können.

Im Projekt BIZWARE [2] entwickelt adesso gemeinsam mit der TU Berlin, dem Fraunhofer First und Unternehmen eine Modell- und Software-Fabrik, die alle Phasen des Software-Lebenszyklus mit Hilfe von DSL-Sprachen automatisiert und damit effizienter gestaltet. adesso entwickelt in diesem Konsortium u.a. eine DSL für die Domäne der Rückversicherung.

Im Projekt Kreativbarometer (gemeinsam mit der Ruhr Universität Bochum) lässt adesso die eigene Innovationskultur in einer Pilotstudie systematisch monitoren, um frühzeitig auf Veränderungen in der Unternehmenskultur reagieren zu können.


[1]

[2]

Dr. Angela Carell Dr. Angela Carell ist bei der adesso AG für den Bereich „Forschung und Forschungsförderung“ verantwortlich. In diesem Zusammenhang ist sie für die Konzeption von Forschungsanträgen, für die Akquise von Fördermitteln und für die Administration öffentlich geförderter Projekte zuständig. Inhaltlich beschäftigt sie sich vor allem mit dem Thema „Kreativitäts- und Innovationsförderung in Gruppen und Organisationen“.
Artikel bewerten:
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Kommentar hinzufügen:

Ihr Kommentar: