business.people.technology. im Internet of Things

Part I - Business

8. September 2016Nhiem Lu, Dennis Peuser und Martin Peters

grafik1business.people.technology. sind die drei Grundachsen für erfolgreiche IT-Projekte und spielen bei der Digitalen Transformation und dem Internet of Things (IoT) eine wichtige Rolle. In dieser dreiteiligen Blogreihe befassen wir uns mit dem Internet of Things aus diesen drei Perspektiven, um Innovations- und Wertschöpfungspotentiale aufzuzeigen. 

Die Möglichkeiten von IoT in den Bereichen business.people.technology.

Seitdem Kevin Ashton den Begriff „Internets of Things“ zum ersten Mal publik machte, hat sich viel getan. Obwohl bisher keine einheitlichen Standards etabliert werden konnten, unterscheiden sich die Meinungen zum Thema IoT im Grundsatz nicht: es ist einer der maßgeblichen Treiber für die digitale Revolution. Dabei bietet IoT zum Thema business.people.technology. die Möglichkeit, sich selbst neu zu erfinden und den Status Quo von etablierten Dogmen zu revolutionieren. Um die vollen Potentiale der digitalen Revolution zu entfesseln, muss jedoch ein gemeinsames Verständnis aller Stakeholder innerhalb der Wertschöpfungskette eines Unternehmens über die damit verbundenen Konzepte, Treiber, Chancen und Risiken geschaffen werden. Auf der Business-Ebene können durch IoT neue Möglichkeiten für Einkommensströme generiert und gänzlich digitale, innovative Geschäftsmodelle hervorgebracht werden.

Ein Modell zur Entwicklungen neuer Geschäftsmodellinnovationen

grafik2Durch Beratung, basierend auf passgenauen Methoden, Werkzeugen und Konzepten, kann adesso seine Kunden auf diesem Weg begleiten. An erster Stelle steht dabei die Aufgabe, Unternehmen die notwendige Struktur und Stabilität zu verleihen, um den wichtigen Schritt in die Digitale Transformation zu gehen. Dafür sind verschiedene Ebenen für den Kunden entscheidend, um letztendlich neue Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entwickeln zu können und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Prozesse, Produktportfolios und Wertschöpfungsketten müssen im Hinblick auf eine mögliche Digitalisierung betrachtet, Partnernetzwerke erkannt und genutzt sowie neue Konsumententrends identifiziert werden. Das folgende Modell, das im Rahmen einer Bachelorarbeit bei adesso entwickelt wurde, zeigt, wie aus diesen Entwicklungen neue Geschäftsmodellinnovationen abgeleitet werden können.

Neben den Trends, wie Ressourcen, Strategie, Netzwerk und Kunden, die durch gezielte Fragen evaluiert werden sollen, dient der Kern des Modells dazu, neuartige, komplementäre Lock-In Effekte sowie Effizienzgewinne zu formulieren. Diese sind bei der Innovation eines Geschäftsmodells grundlegend. Neuartige Effekte können beispielsweise durch die Vernetzung von Unternehmen erzielt werden. Ein weiteres Hilfsmittel kann der Einsatz von Big-Data-Strategien sein, um gänzlich neue Bedürfnisse seiner Kunden zu erkennen. Lock-In-Effekte können sowohl auf der Ebene der Kunden sowie der Netzwerkpartner kreiert werden. Auf diese Weise üben innovative Ideen, Kompetenzen sowie eine starke Marke einen entsprechenden Einfluss auf Netzwerkpartner aus. Dahingegeben lässt sich ein opportunistisches Verhalten von Kunden reduzieren, indem ein Unternehmen komplementäre Produkte oder Dienstleistungen anbietet und sich in wiederholenden Transaktionen mit seinen Kunden engagiert. Komplementarität erreicht ein Unternehmen durch die Ergänzung der eigenen Produkte und Dienstleistungen durch passende Angebote von Geschäftspartnern. Effizienzgewinne können vor allem durch den Einsatz und die Verbesserung von Technologien erreicht werden. Sensoren, Cloud- und Data-Analytics-Technologien stellen nur einige wenige der effizienzsteigernden Möglichkeiten dar.

Ressourcen, Strategie, Netzwerk und Kunden

Grafik3Auf der Ebene von Prozessen und Produkten (Ressourcen) müssen Portfolios strategisch um verbundene und automatisierte Dienstleistungen erweitert werden. Besondere Veränderungen erfahren Produkte und Prozesse durch den Trend hin zur Outcome Economy. Die Qualität und der Nutzen eines Produkts werden entsprechend nicht mehr daran gemessen, um welche Eigenschaften es erweitert wird. In der Zukunft steht die gezielte, messbare Erfüllung von Kundenanforderungen zur richtigen Zeit am richtigen Ort im Vordergrund.

Unternehmen müssen hierbei ihr gesamtes Netzwerk der Wertschöpfungskette (Strategie) nutzen, um das  „Warum“ hinter den Grafik4Kaufentscheidungen seiner Kunden zu durchleuchten. Die Bedeutung von Partnernetzwerken (Netzwerk) zu erkennen und sich selbst in solchen zu etablieren und zu engagieren, gewinnt an Gewicht, sobald Grafik5man sich vor Augen führt, dass in Zukunft nicht einzelne Unternehmen gegenaneinander antreten, sondern ganze Unternehmensnetzwerke in Wetterwerb stehen werden. Dabei weichen traditionelle Industriegrenzen auf und erlauben es, vorandenkenden Unternehmen Netzwerke zu formen sowie neue Markteintrittsbarrieren durch die Kombination von Technologien, Produkten und Dienstleistungen zu schaffen. Als Ergebnis dessen lässt sich festhalten, dass sich innovative Geschäftsmodelle in diesem Zusammenhang nur durch die Kombination komplementärer Fähigkeiten entwickeln lassen.

Alle der oben beschriebenen Trends führen dazu, dass Kunden völlig neue Anforderungen an Produkte und das damit verbundene Produkterlebnis stellen (Kunden).Grafik6 Unternehmen müssen sich strategisch darauf ausrichten, die digitalen, individuellen sowie unabhängigen Bedürfnisse ihrer Kunden zu befriedigen. Um sich entsprechend zu positionieren, benötigen Unternehmen ein tiefliegendes Verständnis dafür, in welchem Kontext die angebotenen Produkte und Dienstleistungen genutzt und welche Kundenbedürfnisse dadurch erfüllt werden. Eine wertvolle Überlegung in diese Richtung ist, wie und welche Informationen Unternehmen von Kunden durch dessen Nutzung von Produkten oder Dienstleistungen sammeln und analysieren können, um mehr Erkenntnisse zu gewinnen.

Fazit

Das vorgestellte Modell gibt zu erkennen, wie die vier Dimensionen Ressourcen, Strategie, Netzwerk und Kunden auf Geschäftsmodellinnovationen im Bereich des Internet of Things einwirken und dass eine ganzheitliche Betrachtung sehr wichtig ist. Die Dimensionen sind angelegt an den IR:digital, wodurch die Erkenntnisse des Business-Model-Innovation-Modells direkt in einem IR:digital einfließen können. Im zweiten Teil dieser Blogreihe befassen wir uns mit dem people.-Aspekt beim Internet of Things.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Geschäftsmodellinnovationen im Bereich des Internet of Things gemacht? Habt ihr Fragen zu unserem vorgestellten Modell? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

Nhiem Lu, Dennis Peuser und Martin Peters Nhiem Lu, Dennis Peuser und Martin Peters Dr. Nhiem Lu arbeitet als Managing Consultant im Bereich Digitale Transformation und Internet der Dinge bei der adesso AG in Dortmund. Er beschäftigt sich seit über acht Jahren mit der Digitalisierung von Unternehmen in Deutschland und Australien. Dennis Peuser arbeitet als Analyst bei der adesso AG in Dortmund. Die Abschlussarbeit seines Studiums schrieb er in Kooperation mit der adesso AG. Dr. Martin Peters ist Geschäftsführer der com2m GmbH, die sich unter anderem mit einer eigenen IoT-Plattform auf das Angebot von Softwarelösungen in diesem Bereich spezialisiert hat.
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